“Bayern erhält kollektiv den Oscar für die beste Nebenrolle”
Tagesschau Kommentar zum 2:5 des FCB gegen Bremen am Tag der Wiesneröffnung.

“Bayern erhält kollektiv den Oscar für die beste Nebenrolle”
Tagesschau Kommentar zum 2:5 des FCB gegen Bremen am Tag der Wiesneröffnung.

Als die neue Antwort auf den FCS-Experten (s.u.) hab ich jetzt bei frittenbudenzone die pfälzer Antwort gefunden. Mehr zu Walter Frosch gibts unter dem Link. Das Video hier:
und hier der FCS-Experte

Steuerfreie Riesengewinne mit Euro 08
Sportverbände bezahlen in der Schweiz kaum Steuern. Nicht einmal die Uefa-Tochter, die mit der EM mehr als eine Milliarde an TV-Geldern einnimmt, wird zur Kasse gebeten.
Quelle & mehr: tagesanzeiger.ch
Das ist eine einzige Sauerei! Wieviel Geld da für Kindergärten, KiTas, Infrastruktur, Bildung reinkommen würde…

Politiker ziehen über streikende Gewerkschaften her und suggerieren, dass jene Schuld daran seien, dass Flüge ausfallen – dabei sind es die Arbeitgeber, die kein anständiges Angebot vorlegen.
Wirtschaftsunternehmen fordern Jahr um Jahr mehr finanzielle Unterstützung, arbeitgeberfreundliche (=arbeitnehmerfeindliche) Gesetzesänderungen („Ich wünsche mir manchmal ein großes Lagerfeuer, um das Betriebsverfassungsgesetz und die Tarifverträge hineinzuwerfen“ (Michael Rogowski | Oktober 2oo3) und vor Allem Lohnkürzungen – und suggerieren einen viel zu hohen Lohn für den Wirtschaftsstandort, dabei liegt Deutschland in Sachen Reallohn noch vor Polen und den USA. Wir sind eben produktiver…
Aber in der heutigen Ausgabe des Spiegels sieht man auch, dass es im Fußball so weiter geht. Schamlos schiebt Zwanziger die Jugend vor um seine rein kapitalorientierten Sendezeiten durchzusetzen und seinen absolut fanfeindlichen Spielplan (vor Allem in der 2. Liga).
Quelle: Spiegel Nr. 31 | veröffentlicht: Montag, den 28.07.2008

Man, was bin ich froh, das unsere Jungs bei dem Einweihungsspiel für unsere neue, schicke Südtribüne am Freitag nicht gegen die blöden Bayern™ spielen, sondern ein nettes “Länderspiel” gegen die Kubanische Nationalmannschaft austragen.
“Uli Hoeneß definiert beim Saisonauftakttreffen der Schiedsrichter die Erwartungen und Anforderungen. Sagt ihnen wen sie wie zu ahnden haben. Natürlich wird sich kein anderer Vereinsmanager oder Präsident trauen etwas dagegen zu sagen, aber damit ist die Saison de facto entschieden. Wenn der DFB einen solchen befangenen Redner nicht nur zulässt sondern wahrscheinlich auch einlädt ist das ein klares Signal.“
(Quelle: Duckhome.)

Ich war gestern am Sportstudio gucken, als mehrfach geäußert wurde, dass Ballack verletzt sei. „So ein Quatsch“ dachte ich und hab mir vorgenommen darüber zu schreiben, aber der hochoben-blog ist
mir zuvor gekommen und drückt eigentlich genau das aus, was ich auch schreiben wollte. Als Schreibfauler Sonntagsschläfer zitiere ich hiermit einfach mal ganz frech
Im Aktuellen Sportstudio hat Katrin Müller-Hohenstein mehrfach von der “Schreckensnachricht” aus dem neuen Quartier der Deutschen Nationalmannschaft berichtet: Michael Ballack, “Die Wade der Nation”, soll an eben dieser verletzt sein!!
Was für eine Nachricht. Was für ein Coup der Strategen des DFB.
Es ist wahrlich eine prima Strategie unseren Volksballak mal eben schnell als spielunfähig darzustellen, damit ganz Deutschland den Atem anhält und Spanien kollektiv aufatmet. Und es funktioniert! Man schaue sich um, bei Spiegel-online, tagesschau.de, faz.net, kicker.de und wie sie alle heißen: alle stürzen sich wie die Geier auf diese Meldung. Überall ist Ballacks Wade Thema Nummer eins. Von “Ballack verletzt, Einsatz fraglich” bis “Ballacks Verletzung schockiert Bundestrainer Löw” ist alles dabei.Ich wette, dass es Michis goldenen Beinchen blendend geht. Nicht umsonst fanden heute Geheimtrainings statt. So konnte man gut behaupten, dass der Capitano nicht mittrainieren konnte.
Wetten Ballack läuft morgen, wie durch ein Wunder geheilt auf, ganz Deutschland ist erleichtert und die Spanier sind schwer geschockt!
Alternative Ideen gibts bei Harry Kienzler
Und zum Schluss noch eine kleine Einstimmung auf heute Abend mit einem Rückblick auf den Sieg über die Türkei


Selbst leidenschaftlicher Fußballfan weiß ich wie es ist mit seiner Mannschaft zu Fiebern. Ich weiß wie es ist durch die Hölle zu gehen und plötzlich jubeln zu dürfen. Emotional
berührt mich die Europameisterschaft jetzt nicht so wie der Abstiegskampf in dieser Saison, dennoch hab ichs mir gegönnt mir das Halbfinale in Basel anzusehn…
In Basel angekommen, sind wir in Richtung Fanmeile gelaufen. Begrüßt von einer tollen Stimmung und einem angenehm friedlichen Gesangsduell zwischen türkischen und deutschen Fans, gönnt man sich gerne mal ein Bier. Dort hab ich dann auch zum ersten Mal das Lied „So gehn die Deutschen, die Deutschen die gehn so…“ gehört. Hier mal ein Video aus Wien
Find das unmöglich. Jetzt lässt sich darüber streiten ob das jetzt überschwänglicher Fanatismus ist und ob das unbedingt sein muss. Gibt es denn nicht genügend andere Lieder? De facto ist das Lied auf rassistischem Fundament aufgebaut und ist in meinen Augen ziemlich primitiv.
Weiter auf der Fanmeile auf der Suche nach einem kühlen Bier und etwas leckerem zu Essen
bin ich dann erschrocken als ich dieses Bild (unten) sah. („Bier von hier statt Bier von dort“ & „Dank allen Sponsorinnen und Sponsoren, die sich mit diesem Poster für die lokale Produktion als Antwort auf die globale Konzentration engagieren„). Als erstes kam mir wieder der Gedanke bzgl. Lokalpatriotismus und Ablehnung des Fremden. Nach ca. 10 Sekunden hab ich meine Meinung aber geändert. Und es hat mich mal wieder an den herrschenden Kapitalismus erinnert. Wachgerüttelt, dass ein Land sich nicht mehr selbst präsentieren kann, sondern Bier von weit weg importieren muss, weil jene das meiste Geld geboten haben. Gerade die Vielfalt der Länder kennenzulernen wäre für mich etwas interessantes. Stattdessen gabs in Deutschland nur Budweiser und jetzt nur Carlsberg. Schade eigentlich…
Bei der Spielübertragung hatte ich dann 16-17jährige Poldifaninnen hinter mir stehen. Alleine bei dem Wort Poldi-Fan müsste man merken, Read the rest of this entry ?

… wie die Spielpläne verändert werden, damit sie mehr Geld einspielen …
Erinnert sich noch jemand an die Zeit, in der man Fußball im Radio verfolgte?
Zeiten in denen der Fußballfan Freitagabends oder Samstag Nachmittags ins Stadion ging um einem Traditionsverein zuzuschauen? Vorbei sind die Zeiten in denen man auf Leinwänden im Stadion verfolgte wie die Konkurrenz gerade spielt und wie der aktuelle Tabellenstand ist – zumindest, wenn man den aktuellen Plänen der DFL und ihrem Vermarkter der Kirch-Firma Sirius glauben schenkt…
Eine Partie der 1. Liga wird am Freitag ausgetragen, fünf am Samstagnachmittag. Achtmal pro Saison gibt es jedoch kein Freitagsspiel, sondern stattdessen ein «Spiel des Monats» am Samstag um 20.30 Uhr. Diese Änderung tritt immer dann ein, wenn es in der Woche zuvor Länderspiele gab. Am Sonntag beginnen zwei Spiele um 14.45 Uhr und eine Partie um 17.00 Uhr. Die letzte Partie kann achtmal pro Saison auch um 20.30 Uhr angepfiffen werden.
Größer sind die Änderungen in der 2. Liga, Read the rest of this entry ?