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1. Mai und die braune Scheiße marschiert

April 28, 2008

Was ist der 1. Mai?

Der 1. Mai steht an. In Deutschland auch „Tag der Arbeit“ oder in NRW „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“ genannt, ist es der Tag an dem man der anfänglichen Arbeiterbewegung gedenkt. 1886 als man in Nordamerika für den 8-Stunden-Tag zum Streik aufrief, kam es in den darauffolgenden Tagen zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Es wurden mehr als 200 Arbeiter verletzt, die Zahl der Toten wurde niemals offiziell bestätigt.

Acht Organisatoren der Kundgebung wurden festgenommen und der Verschwörung angeklagt. Vier von ihnen wurden am Strang hingerichtet, einer beging in seiner Zelle Selbstmord. Die noch lebenden drei wurden sechs Jahre später begnadigt.

Auch 1933 spielt der 1. Mai eine große Rolle. Die Nazis riefen ihn als „Feiertag der nationalen Arbeit“ aus und stürmten einen Tag später die Gewerkschaftshäuser und verboten eben jene Gewerkschaften.

Auch dieses Jahr mobilisieren neben dem DGB auch die NPD zu Veranstaltungen. Nach meinen Recherchen zu zwei großen Demonstrationen. Neben Berlin, Hamburg und Nürnberg wird es gleich zwei Aufmärsche in Rheinland-Pfalz geben: Kaiserslautern & Neustadt a.d.W

NPD will sich bürgernah zeigen
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Hakenkreuze müssen verdeckt getragen werden, Springerstiefel haben nichts auf der Straße zu suchen… Bürgernah und zivil will sich die NPD unter dem Decknamen „Bürgerinitiative für soziale Gerechtigkeit“ zeigen. Der DGB hat gemeinsam mit der Friedensinitiative Neustadt zu einer Gegenveranstaltung auf dem Marktplatz aufgerufen.

Schade und bedenklich, dass sich der Oberbürgermeister (CDU) nicht eindeutig zur Demokratie bekannte und nur fadenscheinig abgewunken hat.

Sicher ist die Polizei in einer misslichen Lage, wenn sie Artikel 8 unseres Grundgesetzes schützen muss.

Wenn ich mir aber anhöre, was in Nürnberg abgeht, dann läuft es mir eiskalt den Rücken herunter:

Der zuständige Stadtrechtsdirektor Hartmut Frommer warb statt dessen dafür, den Neo-Nazis die «kalte Schulter» zu zeigen. «Sonst müssten wir der NPD den Weg freiknüppeln.»

Mehr dazu könnt ihr in einem guten Artikel der GSO-FH lesen.

Ich hoffe, dass ich möglichst viele Pfälzer in Kaiserslautern und Neustadt bei den Gegendemonstrationen sehe!

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2 Kommentare

  1. Wer (zurecht) mit Vehemenz fordert, den Nazis keine Plattform zu bieten, der möge doch bitte auch mit der gleichen Empörung agieren, wenn kommunistische Gruppierungen die Mai-Kundgebungen zum Verbreiten ihrer geistigen Diarhoe nutzen.
    Wer Extremismus ablehnt, der sollte nicht auf einem Auge blind sein. Nazis und Linksfaschisten – wo ist der Unterschied? Extremisten raus! Ausnahmslos!


  2. Sprechen wir hier jetzt vom DGB als Kommunisten? Dann muss ich sagen, dass humane Arbeitsplätze, gerechte Bezahlung und Menschenwürde für mich keine kommunistische Forderung sondern sollte Selbstverständlich sein…

    Wer das ablehnt, ist meiner Meinung extrem…
    Extrem blöd und extrem dem Kapital verschrieben…



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