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Chávez und die „Reichskanzlerin“

Mai 13, 2008

So, auch ich bin jetzt wieder aus meinem Trip zurück und hab gleich viel gelesen über die Aussagen von Hugo Chavez. De facto hat es mir ein Artikel sehr angetan und danke der IG Ententeich Wolfenbüttel für den – in meinen Augen – guten Text:

„Empörend! Unglaublich! Anmaßend! Frech! …..So oder ähnlich sind wohl die häufigsten Ausrufe von Klatschpresse, Verblödungsfernsehen und Politlandschaft angesichts der von Hugo Chávez jüngst gemachten Aussagen bezüglich unser aller Kanzlerin Merkel. Nun, was hat dieser dahergelaufene Möchtegern-Robin-Hood und “linke” Westentaschendiktator denn nun so Schlimmes gesagt über die sexuell anziehendste Kanzlerin, die Deutschland je hatte? Chávez warf Angela Merkel vor, eine Partei zu repräsentieren, die eben den Konservatismus vertritt, der auch damals schon Adolf Hitler an die Macht brachte. Und nun wird Chávez unterstellt, er würde Merkel dadurch eine politische Nähe zu Adolf Hitler unterstellen.

Ist natürlich völliger Quatsch, denn er spricht ja nur eine längst erwiesene Tatsache an, schließlich gab es in der Entstehungsphase der NSDAP nachweislich große Überschneidungen zwischen dem bürgerlich-konservativen und dem nationalsozialistischen Lager. Und eben dieses durch die Zentrumspartei (die sogar in Schulbüchern als Quasi-Vorläufer der CDU/CSU proklamiert wird)bürgerlich-konservative Lager befürwortete nun mal u.a. auch das Ermächtigungsgesetz, welches eben nun mal Adolf Hitler die uneingeschränkte Macht in die Hand drückte. Und wenn man sich kurz die Liste der nach dem zweiten Weltkrieg politisch aktiven ehemaligen NSDAP-Mitglieder ansieht, könnten böse Zungen ja -würden diese Zungen der Logik der gegen die LINKE geführten Hetzkampagne als sog. SED-Nachfolgepartei folgen wollen- schon fast von der CDU als NSDAP-Nachfolgepartei sprechen. repräsentierte

KÖNNTE man, DARF man aber nicht, denn das war ja etwas ganz etwas anderes. Und schließlich sind die jetzigen CDU-Politiker ja auch größtenteils viel zu jung, um überhaupt NSDAP-Mitglieder gewesen sein zu können. Wie jetzt? der wolfenbütteler Vorzeige-LINKE, Victor Perli ist beispielsweise ebenfalls viel zu jung, um Mitglied der SED gewesen sein zu können?

……..ach, hörnse doch auf, sie würfeln ja schon wieder Äppel mit Birnen zusammen, sie im wirklichen Leben gescheiterter linker Wirrkopf, sie! Manches muß eben doch lieber mit zweierlei Maß gemessen werden! Und wenn es Ihnen hier nicht passt, gehnse doch nach Venezuela! Diese Diskussion ist mir jetzt also wirklich sowas von zu albern……

Bildquelle: zeit.de „Merkel als zweiter Hitler“ in der türkischen Presse (und von mir hinzugefügt)

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One comment

  1. Man, diese Meinung vertreten auch Kommunisten.

    Ansonsten ist das recht absurd. Zentrumspolitiker sind auch im KZ gelandet und haben unter der NSDAP gelitten.



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