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Wenn das Geld wichtiger wird als der Fan

Mai 20, 2008

… wie die Spielpläne verändert werden, damit sie mehr Geld einspielen …

Erinnert sich noch jemand an die Zeit, in der man Fußball im Radio verfolgte? Zeiten in denen der Fußballfan Freitagabends oder Samstag Nachmittags ins Stadion ging um einem Traditionsverein zuzuschauen? Vorbei sind die Zeiten in denen man auf Leinwänden im Stadion verfolgte wie die Konkurrenz gerade spielt und wie der aktuelle Tabellenstand ist – zumindest, wenn man den aktuellen Plänen der DFL und ihrem Vermarkter der Kirch-Firma Sirius glauben schenkt…

Eine Partie der 1. Liga wird am Freitag ausgetragen, fünf am Samstagnachmittag. Achtmal pro Saison gibt es jedoch kein Freitagsspiel, sondern stattdessen ein «Spiel des Monats» am Samstag um 20.30 Uhr. Diese Änderung tritt immer dann ein, wenn es in der Woche zuvor Länderspiele gab. Am Sonntag beginnen zwei Spiele um 14.45 Uhr und eine Partie um 17.00 Uhr. Die letzte Partie kann achtmal pro Saison auch um 20.30 Uhr angepfiffen werden.

Größer sind die Änderungen in der 2. Liga, die am Sonntag bereits um 12.30 Uhr spielt. Neu ist zudem das Zweitliga-Spiel am Samstag um 13.00 Uhr. Freitags gibt es drei Spiele, davon achtmal pro Saison eines um 20.30 Uhr. Bestehen bleibt der Montagstermin.

Wesentlich attraktiver für Premierehooligans – für alle Stadiongänger (vor allem in der zweiten Liga) der Horror. Man zerfleddert den Spielplan und die Spannung zu Gunsten von Geld…

Es kotzt mich an…

… wie dieser Sport kapitalisiert und kommerzialisiert wird. Es kotzt mich an, wenn ich zwei Jahre zurückdenke als ich nächtelang Fußballmanager gezockt habe und heute ein Dietmar Hopp kommt und das gleiche in der Realität spielt. Es kotzt mich an, dass Traditionsvereine reihenweise diesen gepimpten, künstlich aufgemotzten Vereinen weichen müssen.

Das alles hat nichts mehr mit Fußball zu tun und ich glaube, dass sich so mancher Fußballer der Vergangenheit im Grab rumdrehen würde, wenn er wüsste, was aus diesem Sport geworden ist…

Ich empfehle der DFL an jedem Wochentag ein Spiel um 20:15 auszustrahlen – vielleicht steigt der Ertrag dann noch weiter!

Bildquelle: welt.de

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2 Kommentare

  1. Echt Heftig…
    aber ein typisches Beispiel des Kapitalismus. Ich stell mir öfter mal die Frage : „Was kann ich dagegen tun?“ Und erlich gesagt ich weiß es nicht. Am Beispiel von Hoffenheim hab ich gesehen das es im Fussball definitiv nur um Geld geht sonst um fast nichts mehr. Das macht micht echt traurig und wütend, weil man nicht mehr sieht wie gut die Vereine wirklich sind bzw. der Bezirk.


  2. […] in der heutigen Ausgabe des Spiegels sieht man auch, dass es im Fußball so weiter geht. Schamlos schiebt Zwanziger die Jugend vor um seine rein kapitalorientierten Sendezeiten […]



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