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„Weniger Wahlrecht für Frauen & Arbeitslose“

Mai 26, 2008

Bei meiner täglichen Blog-Tour habe ich gerade Folgendes auf carluv.wordpress.com gefunden:

Wenn es nach dem Vorsitzenden des RCDS, Gottfried Ludewig (CDU), ginge, hätten Frauen bald nur noch halb so viel zu sagen wie bisher. Jedenfalls, sobald sie älter als 62 oder nicht berufstätig sind. Männer dürften fünf Jahre länger wählen, solange sie dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Der 25jährige hatte eine Idee und konnte sie nicht für sich behalten. So berichtet n-tv von einem “originellen Vorschlag“:

“Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein.” Allein mit “Hartz IV-Beziehern und Rentnern” könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht funktionieren.

Originell ist hier wohl im Sinne von “putzig” zu verstehen. Herr Ludewig, den ich vorher nicht kannte, versandte an alle CDU-Verbände eine E-Mail und wollte mit dem Papier eine Diskussion darüber in Gang setzen wollen, wie die Leistungsträger zu stärken seien.

Mit Herrn Ludewig, den ich nun auch gar nicht weiter kennenzulernen wünsche, wollte niemand diskutieren. Er sollte aufpassen, dass durch derlei vorlaute Äußerungen der Studentenverband (Eigenwerbung: ProjektZukunft.”), dem er vorsteht, nicht mit ihm völlig ins politische Abseits (”ProjektVonGestern.”) gerät. Ob er schon mal Art. 3 GG gelesen hat?

Den Spott gibt es gratis.

(Da gefunden.)

P. S. Jetzt lese ich gerade: Der junge Mann ist CDU-Bundesvorstandsmitglied.

Ergänzend zum Thema, hab ich grad beim Studenten das Video dazu gefunden 😉

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7 Kommentare

  1. Nicht nur Art. 3 GG sonder auf die Wahlgrundsätze, frei, geheim, vorallem GLEICH usw… Ist Politiker (sollte normalerweise Ahnung davon haben)

    Achso Herr Ludewig,
    übrigens um die sache zu verinfachen können wir allen ein doppeltes Wahl und Stimmrecht geben, die die CDU wählen. Wäre doch ne idee oder?


  2. Ich finde die Theorie interessant, dass politisches Urteilsvermögen und die Fähigkeit zu entscheiden, wer meine Interessen am Besten vertritt, mit einem Job kommen und gehen.

    Der Mann ist in der CDU und stellt sich gegen das Grundgesetz. Die Erfahrung zeigt, dass diese Konstellation das Volk paralysiert und kein Mensch die Notwendigkeit sieht, diese Vorhaben irgendwie zu kritisieren.
    Und solange die Bild-„Zeitung“ sich nicht negativ zu den Aussagen äußert, wird sich daran wohl leider auch nichts ändern…


  3. Ach herrje, ein absurder Vorschlag… Aber diese absurden Vorschläge kommen ja nun nicht nur in der CDU vor und stammen meistens von irgendwelche hinterbänklern und wenn man alles kommentieren muss, was aus dieser Richtung kommt…

    CDU und Kritik passen nicht? Ich denke das ist eine einseitige Wahrnehmung.


  4. Mich fasziniert die Menge der Worte, mit der das vorlaute Kind in der Medienwelt belohnt wird. Es braucht nur einen Satz: Der ist doof!


  5. […] der Tag käme, an dem ich mich nicht über die CDU ärgern muss. Egal obs die Kanzlerin ist oder irgendwelche Hinterbänkler, die sich profilieren wollen. Es reicht doch langsam… und dann stoß ich auf Carls Weblog, […]


  6. […] scheiß Rechte, auf die sich auch jeder blöde Ossi berufen kann. Wie wäre es denn mal mit dem Vorschlag von Gottfried Ludewig? Mal so als […]


  7. Diese Äußerungen sind eindeutig Grundgesetzwidrig. Wo bleibt Schäubles Rache? Oder ist Ludewig nicht strafmündig? (vielleicht Unzurechnungsfähigkeit?)



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