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Weg mit Personal – Schöne neue Einkaufswelt

Juni 4, 2008

+++ real.- Besorgs dir doch einfach selbst! +++

Die Metro Gruppe hat diese Woche den digitalisierten Real Supermarkt der Zukunft vorgestellt. In Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen kann man die Zukunft jetzt testen, dafür benötigt man nur ein modernes Handy mit der Software MEA, die von der Telekom entwickelt wurde. MEA steht für Mobiler Einkaufsassistent, der es ermöglicht mit der Handykamera den Barcode auszulesen. Die Produkteigenschaften und der Preis erscheinen dann auf dem Handydisplay. Hat der Kunde seinen Fingerabdruck vorher hinterlegt, kann er seine Kreditkarte zu Hause lassen. Es reicht aus, mit dem Finger auf das dafür vorgesehene Kassenfeld zu tippen sowie das Handy unter den Kassenscanner halten und alles ist gezählt und bezahlt.

Kassen mit Kassiererinnen und Warteschlangen dürften damit der Vergangenheit angehören, genauso wie das Auszeichnen der Produkte und das Auffüllen der Lagerbestände. Spezielle Chips registrieren, wenn ein Produkt entnommen wurde und sortieren abgelaufene Ware automatisch aus. Der Kunde spart Zeit und Mühe – die Metro Gruppe Millionen an Personalkosten. Voraussetzung für das neue Einkaufserlebnis ist allerdings ein modernes, internetfähiges Handy mit Kamera. Falls sie noch ein solches benötigen, könnne Sie bei TopTarif nachsehen, ob es einen preiswerten Vertrag mit kostenlosen Handy gibt.

via toptarif

Was dann mit den – Vorwiegend Halbtagskräften, Müttern, alleinerziehenden Elternteilen wird, die nebenbei das Geld reinholen um den Kindern etwas bieten zu können, wird – das wird hier nicht hinterfragt. Oder die Männer/Frauen, die den Teil des Geldes erwirtschaften, der ihren Männern/Frauen in den letzten Jahren von den Unternehmen genommen wurde, verdienen…

Übrigens real ist es, die gedroht haben, dass wenn während der Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel (der nun schon über ein Jahr andauert) negativ über real berichtet wird, sie die Anzeigen für die Zeitungen entziehn. Aber widerwertiges Verhalten sind wir in den letzten Wochen ja gewohnt (BurgerKing, Telekom, Bahn, Lidl, …) Ich würd sagen: „real.- besorgs dir doch selbst!“

Bildquelle: http://www.lg-rheine-elte.de

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2 Kommentare

  1. Tja, einkaufen ohne Schlange hört sich schon nett an… Aber der Verlust der Arbeitsplätze wiegt schwer, auch wenn es ganz ohne Kassiererin so schnell nicht gehen wird. Man denke nur an die ganzen Omis, die eh nicht mit ihren handy klarkommen oder wenn die Technik streikt. Außerdem müssen die Kunden ja kontrolliert werden, ob sie auch brav alles einscannen. Aber im Laufe der Zeit werden in diesem Bereich trotzdem immer mehr Arbeitsplätze wegfallen. Das ist der Fluch des Fortschritts.


  2. Die Arbeitsplätze, die dort entstehen werden aber nicht für jene, entlassenen KassiererInnen oder RegaleinräumerInnen gemacht werden… Und vor Allem kommen dann auf einen „Kontrolleur“ 50 eingesparte Arbeitskräfte



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