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Studiengebühren nur eine Sache der Ideologie

August 24, 2008

Die Forderung von Prof. Dr. Haller Studiengebühren zurückzuzahlen zeigt die Sinnlo­sigkeit von Studiengebühren

ver.di-Jugend fordert Abschaffung von Studiengebühren

Saarbrücken. Die ver.di Jugend Saar spricht sich erneut gegen Studiengebühren in jeglicher Form aus. „Das, was die Studierenden an Mehrwert haben, wiegt in keinem Falle die negati­ven Begleiterscheinungen von Studiengebühren auf“, so Daniel Koster, Mitglied im Vorstand der ver.di-Jugend Saar. Studierende müssten sich mit teuren Krediten hoch verschulden, viele junge Leute schreckten vor einem Studium zurück und zögen eine betriebliche Ausbil­dung vor.

„Das bringt neue Probleme mit sich: Die AbiturientInnen verdrängen Jugendliche mit anderen Schulabschlüssen von den Ausbildungsplätzen“, ergänzt Mike Kirsch, Vorsitzender der ver.di-Jugend Saar. Während zwischen 2002 und 2006 die Zahl der AbiturientInnen im Saarland um 900 gestiegen ist, ist die Zahl der Erstsemester fast gleich geblieben, 2007 im Vergleich zum Vorjahr mit 3% sogar bundesweit am stärksten gefallen. Die Arbeitsämter realisieren mehr junge Menschen mit Abitur, die eine betriebliche Ausbildung anstreben. Deshalb sieht Koster sogar den Hochschulpakt gefährdet. Von bundesweit 13.000 zusätzli­chen Studienplätzen konnten erst 2.500 besetzt werden.

„Die Behauptung, die Studiengebühren dürften laut Gesetz nicht zurückgezahlt werden, ent­behrt jeder Grundlage“, führt Koster fort. „Selbst der Justiziar der Universität hat die Möglich­keit zur Rückzahlung eingeräumt. Es ist in keinem Gesetz verboten.” Die Universität sei chronisch unterfinanziert, jedoch könne Linneweber dies der Landesregierung nur schwer klar machen. Studiengebühren müssten heute schon für den üblichen Universitätsbetrieb herhalten.

Die ver.di-Jugend Saar fordert die Landesregierung auf, schleunigst die Studiengebühren abzuschaffen und so den freien Zugang zur Universität wiederherzustellen, insbesondere vor dem Hintergrund des besonders von der Wirtschaft beklagten Fachkräftemangels. Spätes­tens bei den Landtagswahlen würden die Studiengebühren eines der bestimmenden The­men sein, wem die Wahlberechtigten ihre Stimme geben.

V.i.S.d.P.: Bernd Oleynik, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Landesbezirk Saar, St. Johanner Straße 49, 66111 Saarbrücken, ( 0681/98849-180, Handy-Nr.: 0170/3365616, E-Mail: bernd.oleynik@verdi.de

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