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Nazis raus aus unserer Stadt…

November 13, 2008

… weils hier keinen Platz für Faschisten hat.

Nachdem ich heute von ner Dienstreise kam hab ich vor der Straßenlaterne vor unserem Haus geparkt. Bilder hab ich euch hier mal angehängt.

Als Hitler in dem dreißiger Jahr
auch einmal in Mannheim war,
fuhr er im offenen Cabriolet
in alter Manier durch die Chaussee.
Da kam er auch in die Neckarstadt,
die ihm einen Empfang bereitet hat,
den er nicht so schnell vergessen hat.

Denn anstatt dem gewohnten „Sieg-Heil”-Geschrei
kam aus den Fenstern damals allerlei,
Blumentöpfe und Geschirr
zerschellten vor ihm mit Geklirr.
Über Scherben hin ging seine Fahrt
und schon damals hieß es in der Neckarstadt:

Ref: Nazis raus aus unsrer Stadt
weil es hier keinen Platz für Faschisten hat,
nieder mit der Reaktion,
das hat schon eine gute Tradition.

Nicht vergessen sind die Namen derer die,
im Kampf gegen Hitlers Terror-Maschinerie
ermordet wurden, erschlagen und erschossen.
Lechleiter, Faulhaber und die Genossen,
die niemals aufgegeben haben,
die für unsere Freiheit ihr Leben gaben.

Ungezählt die Namen derer, die verhaftet und verschleppt
im Zuchthaus gefoltert, ins KZ gesteckt:
Christen, Kommunisten, Sozialdemokraten,
die gemeinsam für ein besseres Deutschland eintraten
und trotz Illegalität und Verrat –
nie verstummte die Losung in unsrer Stadt:

Ref: Nazis raus …

Und als der Ruf „Rettet Spanien” um die Erde lief,
die Jugend der Welt nach Spanien rief,
kämpfte in den Reihen der Interbrigaden,
die zur Verteidigung Madrids antraten
mancher Genosse mit hohem Rang,
kämpfte mancher, der aus Mannheim kam.

Und heut liegen in spanischer Erde begraben
Heinrich Venuleth und Gustav Grywatsch, die ihr Leben gaben
und Erwin Strohmeier, Karl Liesecke, die Interbrigadisten,
gefallen im Kampf gegen die Faschisten.
In ihrem Sinne handeln wir heute und morgen,
ihr Kampf war nicht umsonst, wir werden schon dafür sorgen.

Ref:Nazis raus …

——–
// Geschrieben zur Mobilisierung gegen den NPD-Parteitag im
Mannheimer Rosengarten // 1978

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One comment

  1. Das Problem sind nicht die Aufkleber, sondern die Bedrohung durch die eigentlichen Missetäter wenn man Zug fährt.



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