Archive for the ‘Gewerkschaft’ Category

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Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig

Dezember 9, 2009

Das LAG Berlin hat heute bestätigt, dass die Christliche Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP keine Zeitarbeitstarifverträge abschließen darf. Inhaltlich begründet wird die Entscheidung damit, dass es an der Tarifzuständigkeit zum Abschluss dieser Vereinbarungen fehle. Zwar seien einzelne Teilgewerkschaften der CGZP (z.B. die CGM) tariffähig, diese dürften ihre Zuständigkeiten durch die Delagation der Verhandlungskompetenz auf die CGZP jedoch nicht unberechtigt ausweiten. Darüber hinaus hob das Gericht die Entscheidung des Arbeitsgerichts auf, mit der Ver.di die „Antragsbefugnis“ in erster Instanz abgesprochen wurde. Nach dieser Entscheidung bleibt den Christlichen Gewerkschaften nun nur noch der Weg zum Bundesarbeitsgericht, um die mit dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister abgeschlossenen Tarifvertrag zu „retten“.
Quelle: Zeitarbeit und Recht

Wird auch Zeit! Diese eklig gelben Pisser. Als wäre die LuZ-Branche nicht so schon gebeutelt, ausgebeutet und total entmachtet. Modernisierte Skalvenhaltung benötigt keine gelben Gewerkschaften, die ihr Klientel verarschen, arbeitgeber gesteuert sind und Tarifverträge zu unchristlichen (welch Wortspiel!) abschließen.

Jetzt wirds nur Zeit, dass die richtigen Gewerkschaften endlich einen Fuß in die LuZ-Branche bekommen und anständige Verträge abschließen.

Und für alle Kritiker: Ja der DGB hat einen suboptimalen Tarifvertrag abgeschlossen, aber unter anderen Bedingungen. Und ja der DGB muss jetzt alles daran setzen die Bedingungen zu verbessern.

Was diese Penner, die das „c“ nicht im geringsten verdient haben, anrichten, haben wir ja diverse Male gesehn

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Chef-Einsperren als Volkssport?

April 9, 2009

Chef-Einsperren als Volkssport?

Der Chef als gelassene Geisel: Mehr als 24 Stunden lang hielten die Angestellten der französischen Filiale des US-Konzerns 3M aus Protest gegen geplante Werksschließungen ihren Direktor fest – und der fand das ganz normal. […]

Link zur vollständigen Meldung bei tagesschau.de: http://www.tagesschau.de/chefgeiseln100.html

Und wieder mal zeigen uns die Franzosen, wie mans macht 🙂

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Polizei überfällt Demobus!

April 7, 2009

»Es war, als wären wir unter die Wegelagerer gefallen«

Polizei schikanierte die Insassen von zwei ver.di-Bussen, die auf dem Weg zur Demonstration in Frankfurt/Main waren. Ein Gespräch mit Simon Ernst
Interview: Peter Wolter

Simon Ernst ist Vorstandsmitglied der ver.di-Jugend NRW-Süd

Sie und andere Mitglieder der ver.di-Jugend sind am Samstag auf dem Weg zur Demonstration nach Frankfurt/Main von der Polizei aufgehalten worden. Warum?
Wir wollten von Bonn aus mit zwei Reisebussen zu der Demonstration »Wir zahlen nicht für eure Krise« fahren. Kurz vor dem Demo-Treffpunkt an der Bockenheimer Warte wurden wir in einem Villenviertel von einer Hundertschaft Polizei angehalten – die Beamten waren mit Dienstpistolen und Schlagstöcken bewaffnet und trugen gepanzerte grüne Schutzkleidung sowie Helme.

Warum wurden Sie denn gestoppt?
Es gab überhaupt keinen Anlaß dazu – wir saßen einfach nur im Bus und wollten unser grundgesetzlich verbrieftes Demonstrationsrecht wahrnehmen.

Vielleicht hat sich die Polizei durch rote Fahnen oder Plakate mit umstürzlerischen Parolen provoziert gefühlt?
Fahnen gab es überhaupt nicht. An einem der Busfenster hatten wir von innen ein Plakat mit dem offiziellen Aufruf zur Demonstration angeklebt. Jedenfalls wurden wir angehalten, woraufhin gleich 30 Polizisten die Eingangstür belagerten.

Wie haben die Beamten das Stoppen der Busse begründet?
Einer von ihnen stieg bei uns ein – er hatte es weder nötig, sich vorzustellen noch zu erklären, was diese Aktion bedeuten sollte. Ich bekam nicht einmal eine Antwort, als ich fragte, warum wir kontrolliert werden – statt dessen stürzten sich auf seinen Befehl hin zwei Beamte auf mich und zerrten mich aus dem Bus heraus.

Der »Freund und Helfer« hat sich also gar nicht erst auf eine Erklärung eingelassen, sondern gleich körperliche Gewalt angeordnet?
So war es – er wollte weder seinen Namen nennen, noch offenbaren, wer für diese Aktion verantwortlich ist. Später erfuhren wir, daß er Lauke heißt und Hauptkommissar ist.

Das klingt nicht gerade nach rechtsstaatlichem Vorgehen.
Nach meinem Verständnis und dem meiner Kollegen war das ein offener Rechtsbruch. Read the rest of this entry ?

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Deutschland als gewerkschaftsfreie Zone?

Februar 1, 2009

Ich war letzte Woche als Gast in ner Vorlesung an der Saarbrücker Uni. Prof. Dr. Christian Scholz hatte hierzu Thomas Sattelberger (Personalvorstand Deutsche Telekom AG) eingeladen. Nicht nur, dass in dem Vortrag die Radikalität dieses Mannes zum Vorschein kam. Nein man konnte, als Mensch der sich mit dem Konzern Telekom intensiv auseinandergesetzt hat, sehen dass dieser Mann jede Menge Dinge predigt, die er in der Praxis gar nicht umsetzt.

Mich hat es gefreut, dass die Studenten von Prof. Scholz so kritisch mit Sattelberger ins Gespräch gingen. "Herr Sattelberger, wie können Sie es vertreten, dass Sie die Gehälter von 50.000.- Menschen absenken und gleichzeitig ihre Vorstandsgehälter dermaßen erhöhen? " – Und das hat in meinen Augen gar nichts mit einer Neiddebatte zu tun! Das hat was mit Anstand und Moral zu tun!

Besonders gut haben mir auch ein Student gefallen, der unter dem Personalabbauprogramm der Telekom aus dem Konzern gekegelt wurde und nun studiert.

Auf seinem Blog schreibt Prof. Scholz unter anderem über die Arbeit von Sattelberger (Telekom) und Fleig (Daimler Chrysler) und des DGBs.

Was haben der Arbeitsminister Müntefering und die Personalvorstände Sattelberger und Fleig gemeinsam? Nun, vielleicht werden diese drei Personen einmal in der Historie der deutschen Arbeitswelt als diejenigen eingehen, die dafür gesorgt haben, dass in Deutschland die Gewerkschaften dauerhaft in der absoluten Bedeutungslosigkeit versunken sind. Natürlich ist es noch nicht so weit und natürlich kann es vollkommen anders kommen – aber der Reiseführer durch die Arbeitswelt wäre unvollständig, würde er nicht zumindest auf die schwachen Signale eingehen.

Kaum war BenQ-Siemens vergessen, erlebten wir die elegante Form, in der sich DaimlerChrysler der ungeliebten Chrysler-Tochter entledigte. Und jetzt tritt die Deutsche Telekom auf den Plan und „verlagert" 50.000 Mitarbeiter.

Egal wie man es dreht und wendet: Die Marktradikalität hat sich durchgesetzt! Die Gewerkschaften konnten streiten und streiken wie sie wollten, am Ende hatte sich der Personalvorstand Thomas Sattelberger durchgesetzt und ver.di in die Bedeutungslosigkeit demontiert – nicht ganz so geräuschlos wie sein Kollege Günther Fleig bei DaimlerChrysler, aber immerhin. Read the rest of this entry ?

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Telekom hat Gewerkschafter ausspioniert

September 25, 2008

Nicht genug, dass man die eigenen Mitarbeiter, Manager und Presse ausspioniert. Jetzt wurde auch konkret bekannt, dass der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und Bundesfachbereichsleiter von ver.di Lothar Schröder ausspioniert werden. Mit Lothar Schröder also nicht nur der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende sondern auch der politisch verantwortliche in Sachen Arbeitskampf und einer der Verhandlungsführer bei Tarifrunden.

Hier wurde konkret mehrmals gegen das Grundgesetz verstoßen – mal sehen was dabei rauskommt…

Und noch immer ist die Spitzelaffäre der Deutschen Telekom nicht vollständig aufgedeckt: Neben Arbeitnehmervertretern der Telekom sind auch die Telefondaten von DGB-Chef Michael Sommer aufgezeichnet und ausgewertet worden.

Sommer selbst sagte der Financial Times Deutschland, dass Telekom-Chef Obermann ihn darüber informiert habe, dass seine Verbindungsdaten durchleuchtet worden seien. Die Deutsche Telekom bestätigte am Dienstag in Bonn, dass die Telefondaten von „mehreren Aufsichtsräten“ der Arbeitnehmerseite ausgewertet worden sind. Neben DGB-Chef Michael Sommer gehöre auch Lothar Schröder, Vizechef des Telekom-Aufsichtsrates, zu den Betroffenen. Schröder und Sommer hatten mit elf weiteren aktiven und ehemaligen Arbeitnehmervertretern aus dem Aufsichtsrat des Telekom-Konzerns Ende Mai Strafanzeige gestellt, um als Prozessbeteiligte Einblick in die Akten zu bekommen.

Quelle: taz

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Das bedingungslose Grundeinkommen

September 17, 2008

Hab das Video von einem Kollegen bekommen und fanden es beide als postenswert (cooles Wort ;-)).

Danke an Pascal!

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SPD unaufhörlich auf dem Rechtskurs

September 14, 2008

Mittlerweile ist die SPD soweit, dass sie vor lauter Angst vor der Linken schon um die FDP wirbt. Während man (ausgenommen von der Außenpolitik) fast ausschließlich Schnittpunkte mit der Linken hat, kann Münte sich eine Koalition mit der FDP gut vorstellen. Schnittmengen: Fast keine!

Wie auch? Die eine vertritt die Interessen mittelständiger Unternehmen und die anderen angeblich für den kleinen Mann.

Geht die SPD eine Koalition mit der FDP ein, so wird sie unwählbar, dann ist das Mindestlohngelabere nämlich völlige Parteipropaganda. Ich persönlich glaube ja, dass das Thema nur deshalb bei der SPD auf dem Programm steht, dass die Linke nicht noch mehr Wählerstimmen abnimmt und weil man es mit dem Koalitionspartner CDU sowieso nicht hinbekommt.

Die SPD ist ein feiger Scheißhaufen geworden. Sonntags könnt ich kotzen!