Posts Tagged ‘Arbeitnehmer’

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Flugaffäre um ver.di-Chef Bsirske

August 3, 2008

Wie bereits erwähnt, bin ich ja zurzeit auf Deutschlandtour und hab selten mal Zeit und Möglichkeit ins Internet zu gehen. Aber für diesen Artikel musste ich mir die Zeit jetzt einfach nehmen:

Was soll das denn, bitte?

  • Bsirske ist stlv. Aufsichtsratsvorsitzender – Jeder normale Angestellte, für den die Gewerkschaft ver.di kämpft bekommt auch Sondertarife – auch wenn sie nicht im Aufsichtsrat sitzen.
  • Jedes gewähltes Aufsichtsratsmitglied in jedem großen Konzern hat durch sein Mandat Vergünstigungen.
  • Bsirske sitzt im Kontrollgremium „Aufsichtsrat“ und das für die Arbeitnehmerbank! Vertritt dort also die Interessen der Beschäftigten!

Wenn sich Presse und Politiker aufregen, dass der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende „seinen“ Betrieb bestreiken lässt, so ist das absoluter Humbug. Bsirske ist Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat – und dass die Gewerkschaft Spitzenleute in die Aufsichtsräte großer Unternehmen schickt ist wohl im Interesse der Mitglieder.

Und wenn die Presse dann noch aufzählt in welchen Großunternehmen Hr. Bsirske im Aufsichtsrat sitzt, dann gehört das auch zu seinen Aufgaben – während die Politiker in zig Aufsichtsräten sitzen OHNE dass es Ihre Aufgabe ist. Und als einer dieser Politiker (übrigens Sozialdemokrat) den Personalabbau von 32.000 Menschen beschlossen hat, hat auch niemand von der Presse geschrien. Oder als ein Clement bei Adecco im Vorstand saß und immer wieder die Leih- und Zeitarbeitsbedingungen verschlechtert hat und damit Tausende Bundesbürger in die Armut getrieben hat.

Und zum Schluss: All die korrupten CDU- & FDP-Politiker, die jetzt seinen Rücktritt fordern: Legt ihr erst Mal Eure Bestechungsgelderlisten offen!

Gewerkschaft ist die einzige Interessensvertretung für die, die abhängig beschäftigt sind! Und auch wenn Springer & Co versuchen daran zu rütteln, ihr werdet es nicht schaffen. Nur gemeinsam sind wir Arbeitnehmer stark!

Billiger Versuch der Presse einen Tarifkonflikt zu beeinflussen…

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„Gewerkschaft“ CGPT hilft den Mindestlohn zu umgehen!

Juli 29, 2008

+++ Report Mainz-Video: hier +++

Wir leben in Zeiten, in denen Arbeitgeber nur dann bereit sind ihre Belegschaft an der Umsatz- & Produktivitätssteigerung teilhaben zu lassen, wenn Sie stark genug sind. Als Arbeitnehmer ist man niemals als einzelner stark, sondern nur dann, wenn man sich organisiert. Wo organisiert sich ein Arbeitnehmer? Richtig! In einer Gewerkschaft.

Nun gibt es in der Postbranche drei davon. Den Postverband (DPVKOM), die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die christliche Gewerkschaft Postservice & Telekommunikation (CGPT). Die DPVKOM nimmt wohl kein Nicht-Postler oder Nicht-Telekomiker wahr, selbst dort ist der Mitgliederanteil so gering, dass z. B. die Telekom gar nicht erst mit der DPVKOM Tarifverträge aushandelt. ver.di ist da wohl die beste Alternative, was man ja auch in den letzten Tarifauseinandersetzungen bei der Post, Telekom, öffentlichen Diensten, Handel etc. gesehen hat.

Was macht jedoch die CGPT? Sie umgeht einfach den Mindestlohn, in dem sie Tarifverträge unter den vereinbarten Mindestlöhnen abschließt, Urlaubsansprüche unterhalb der Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes abschließt und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auszuhebeln versucht.

Längst ist bekannt, dass die Mitgliedsgewerkschaften des Christlichen Gewerkschaftsbund sehr arbeitgebernah agieren und zu Lasten der Arbeitnehmer – daher eine absolute Frechheit, dass sich so ein Verbund von gekauften Arschlöchern sich noch Gewerkschaft nennen darf.

Report Mainz hat hierzu gerade im Dritten berichtet. Den Videobeitrag gibts hier.

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Einschränkung des Versammlungsrechts auch in BaWü

Juli 27, 2008

Bar Mitzwar in Deutschland!

Wie nicht anders erwartet und schon mehrmals von mir hier darauf hingewiesen, wird es bundesweit zu Einschränkungen kommen, wenn die Bayern ihr Versammlungsrecht beschneiden bzw. die Bayern von Beckstein & Co beschnitten werden. Das trifft es wohl eher. Jetzt gute 1,5 Wochen nachdem dies geschehen ist, schreibt redblog jetzt in einem Artikel, dass es in BaWü als nächstes Beschneidungen geben wird.

Dass die geplante Beschneidung auch auf ArbeitnehmerInnen zutreffen kann, wenn Sie Streikversammlungen abhalten scheint der Politik egal zu sein. Der Gipfel jedoch:

Innenminister Rech kaschiert das mit einer Provokation: „Aufmärsche von Rechten lösen oft Reaktionen von Linken aus und es kommt dann zu Gewaltausschreitungen. Das wollen wir verhindern.“ Für den CDUler sind nicht die Nazis das Problem, sondern ihre GegnerInnen.

Ich rechne und erwarte dass sich Tausende Menschen, wie in München auch, dagegen wehren. Des Weiteren rechne ich damit, dass trotz Widerstand von Organisationen, Gewerkschaften und Wählern kein CDU-Schwanz die Beschneidung aufhalten wird.

So lang man nicht selbst beschnitten wird…

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5.- Stundenlohn sind sittenwidrig!

Juli 6, 2008

Eben bei anfy gelesen…

Wie arbeitsrecht.de berichtet ist eine Vergütung von 5 Euro, die eine Arbeitnehmerin für Auspack-, Einräum- und Kontrollarbeiten in einem Einzelhandelsunternehmen bekam, sittenwidrig. Natürlich wurde der Lohntarifvertrag als Bemessungsgrundlage herangezogen und eine Mindestvergütung von 9,70 Euro festgestellt.

Dem Urteil würde ich gern mehr Bedeutung beimessen, als ihm gebührt – stellt es doch fest, das ein Stundenlohn von 5 Euro inakzeptabel ist. Warum sich die Politik noch immer gegen einen pauschalen Mindestlohn sträubt ist eigentlich nur dadurch zu erklären, dass die Damen und Herren Politiker von der Ausbeutung der Arbeitnehmer partizipieren. So muss jeder ausgebeutete Bürger selbst den Gang vors Gericht wagen, was für die finanziell schwächste, weil sittenwidrig bezahlte, Gruppe der Arbeitnehmer völlig unakzeptabel ist.

Auch wenn “einfach” selten ins Repertoire der Gesetzgeber gehört, währe ein akzeptabler Mindestlohn für ALLE Berufsgruppen der einzig gangbare Weg gegen die Ausbeutung. Das derzeitig beschlossene Modell, dass unter Berücksichtigung von Tarifverträgen und von Gewerkschaften leidet, ist im Grunde eine Luftnummer, weil der Mindestlohn auch hier erst wieder erstritten werden will und viele Berufsgruppen sowie Aushilfsarbeiter davon ausgeschlossen sind.