Posts Tagged ‘Kapitalismuskritik’

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Zitat des Tages zum Kapitalismus

Juli 29, 2008

„Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssystems besteht darin, dass Geld und Zins miteinander verbunden werden… Rein mathematisch reißt der Zins die Menschen auseinander: diejenigen, die an der Armut zugrunde gehen, und diejenigen, die an der Zahlungsnot des Kreditnehmers immer reicher werden.“

Eugen Drewermann – zitiert in: „Jesus von Nazareth – Befreiung zum Frieden“

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Zitat des Tages zum Thema Mindestlohn

Juli 28, 2008

[…] Kombilöhne sind beschäftigungspolitisch im Saldo wirkungslos und fiskalisch ein Multimilliardengrab. Mindestlöhne hingegen kosten die öffentliche Hand keinen Cent. Sie sind ordnungspolitisch geboten und in allen vergleichbaren Volkswirtschaften gang und gäbe.

Quelle: Blätter für deutsche und internationale Politik (PDF)

via Gegenwind

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Vom Sozialstaat zum Almosenmodell USA

Juli 27, 2008

Will hier gar nicht groß zitieren, sondern einfach den Artikel empfehlen. Er hat in diesem Beitrag mit den Reformen der letzten Jahre abgerechnet. Als Beispiel zitiere ich einfach einen Teil zum Thema „Tafeln“. Lest den Artikel!

Willkommen im Sozialdarwinismus des 21. Jahrhunderts !

Tafeln haben Hochkonjunktur. Kaum eine andere soziale Einrichtung in der Bundesrepublik wächst so schnell.Mittlerweile gibt es in Deutschland über 785 Tafeln ! Die Idee kommt natürlich auch aus den Vereinigten Staaten.In Berlin entstand 1993 die erste Tafel. Gegründet wurde sie von der Sozialpädagogin Sabine Werth – Initiativgruppe Berliner Frauen e.V. – Ungezählt sind die lokalen Initiativen mit Namen wie “Brotkorb” oder “Brosamen”, die nicht dem Bundesverband angeschlossen sind.

Die Tafeln in Zahlen:

  • 1993 – 1 Tafel
  • 1994 – 7 Tafeln
  • 1995 – 35 Tafeln
  • 1996 – 70 Tafeln
  • 1997 – 90 Tafeln
  • 1998 – 100 Tafeln
  • 1999 – 210 Tafeln
  • 2000 – 270 Tafeln
  • 2001 – 300 Tafeln
  • 2002 – 310 Tafeln
  • 2003 – 320 Tafeln
  • 2004 – 400 Tafeln
  • 2005 – 540 Tafeln
  • 2006 – 630 Tafeln
  • 2007 – 749 Tafeln
  • 2008 – 785 Tafeln ( Stand 8. Mai 2008 )

Aber warum ist dieses Projekt so erfolgreich ? Weil alle Beteiligten “Gewinn” daraus ziehen. Die Supermärkte und Discounter können die Ware, die nicht mehr verkauft werden kann, abschreiben, mit ihrer sozialen Verantwortung werben und gleichzeitig die Entsorgungskosten minimieren. Den Initiatoren und Helfern von Lebensmittelausgaben und Suppenküchen ist ebenfalls Anerkennung sicher: Tafeln haben ein hohes gesellschaftliches Ansehen.Unterstützt werden die Tafeln von zahlreichen kapitalkräftigen Sponsoren. Dazu zählen DaimlerChrysler, der Reifenhersteller Continental, Norddeutsche Landesbank, Gruner & Jahr, um nur einige zu nennen. Auch der große Unternehmensberater McKinsey – führend bei Rationalisierung und Personalabbau – kümmert sich so um die Opfer der Arbeitsplatzvernichtung.

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Jetzt geht’s los! G8-Gipfel in Japan beginnt

Juni 28, 2008

Auf indymedia gibt es einen Bericht über den wachsenden Widerstand gegen den G8-Gipfel in Japan. Wie auch schon letztes Jahr in Heiligendamm kam und kommt es im Vorfeld des Gipfels zu Hausdurchsuchungen, Festnahmen und Einreiseverweigerungen.

Dies ist nicht verwunderlich, da die japanischen „Ordnungshüter“ sich erst im Frühjahr vom deutschen BKA über die Arbeit wärend des Gipfels in Deutschland haben informieren lassen. Des Weiteren wurden Daten und Fingerabdrücke der Verhafteten aus Heiligendamm an die staatlichen Behörden in Japan weitergeleitet.

Von hier aus viel Erfolg an alle Menschen, welche in Japan für eine freie Welt einstehen. Make capitalism history!

via

Ich weiß ja wie es ist auf einem G8-Gipfel verhaftet zu werden ;o)

Von hier aus viel Erfolg an alle Menschen, welche in Japan für eine freie Welt einstehen. Make capitalism history!

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EM: „Nur“ Fanatismus oder doch schon Rassismus?

Juni 26, 2008

Selbst leidenschaftlicher Fußballfan weiß ich wie es ist mit seiner Mannschaft zu Fiebern. Ich weiß wie es ist durch die Hölle zu gehen und plötzlich jubeln zu dürfen. Emotional berührt mich die Europameisterschaft jetzt nicht so wie der Abstiegskampf in dieser Saison, dennoch hab ichs mir gegönnt mir das Halbfinale in Basel anzusehn…

In Basel angekommen, sind wir in Richtung Fanmeile gelaufen. Begrüßt von einer tollen Stimmung und einem angenehm friedlichen Gesangsduell zwischen türkischen und deutschen Fans, gönnt man sich gerne mal ein Bier. Dort hab ich dann auch zum ersten Mal das Lied „So gehn die Deutschen, die Deutschen die gehn so…“ gehört. Hier mal ein Video aus Wien

Find das unmöglich. Jetzt lässt sich darüber streiten ob das jetzt überschwänglicher Fanatismus ist und ob das unbedingt sein muss. Gibt es denn nicht genügend andere Lieder? De facto ist das Lied auf rassistischem Fundament aufgebaut und ist in meinen Augen ziemlich primitiv.

Weiter auf der Fanmeile auf der Suche nach einem kühlen Bier und etwas leckerem zu Essen bin ich dann erschrocken als ich dieses Bild (unten) sah. („Bier von hier statt Bier von dort“ & „Dank allen Sponsorinnen und Sponsoren, die sich mit diesem Poster für die lokale Produktion als Antwort auf die globale Konzentration engagieren„). Als erstes kam mir wieder der Gedanke bzgl. Lokalpatriotismus und Ablehnung des Fremden. Nach ca. 10 Sekunden hab ich meine Meinung aber geändert. Und es hat mich mal wieder an den herrschenden Kapitalismus erinnert. Wachgerüttelt, dass ein Land sich nicht mehr selbst präsentieren kann, sondern Bier von weit weg importieren muss, weil jene das meiste Geld geboten haben. Gerade die Vielfalt der Länder kennenzulernen wäre für mich etwas interessantes. Stattdessen gabs in Deutschland nur Budweiser und jetzt nur Carlsberg. Schade eigentlich…

Bei der Spielübertragung hatte ich dann 16-17jährige Poldifaninnen hinter mir stehen. Alleine bei dem Wort Poldi-Fan müsste man merken, Read the rest of this entry ?

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„Wir sind ein Volk von Turbokapitalisten“

April 27, 2008

Hagen Rether zeigt auf, dass nicht Josef Ackermann das Problem ist und dass jeder abgewatscht wird, der wirklich die Ursachen anspricht und angehen will

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Tankstellenboykott – Was soll das denn?

April 26, 2008

Gestern erreichte mich eine E-Mail mit einer PowerPoint-Präsentation:

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Dazu hab ich mir mal fünf Minuten Zeit genommen und hab mir die Infos aus Wikipedia gezogen und zurückgemailt:

Hallo Leute,

Da frag ich mich welchen kriminellen Konzern ich unterstützen will… Und frage mich, was mir wichtiger ist: ein Menschenleben oder der Spritpreis… Wer etwas an diesen Zuständen ändern will, der muss etwas am System ändern. Viel Schlimmer find ich, dass ich teilweise fürs Austreten mehr zahlen muss, als andere in der Stunde verdienen…

Esso

  • Dann finanzier ich damit Bürgerkriege und den damit verbundenen Waffenhandel, sowie die Zerstörung der Lebensgrundlagen in Ölfördergebieten (Quelle Schwarzbuch Markenfirmen)
  • Nach Ansicht von Greenpeace missbraucht ExxonMobil seine geballte Wirtschaftsmacht gegen den Klimaschutz, Umweltinteressen und Menschenrechte. Sie werfen dem Ölkonzern vor, den internationalen Klimaschutz massiv zu behindern, was u. a. von der Union of Concerned Scientists (UCS), ein Wissenschaftsverband mit 200.000 Mitgliedern in den USA, bestätigt wird.

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