Posts Tagged ‘Telekom’

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Rasterfahndung bei deutschen Unternehmen!

April 10, 2009

Eben bei juliehamburg gelesen… unglaublich was sich diese Wirtschaft und dieser Staat gemeinsam rausnehmen. In anderen Betrieben werden Auszubildende gekündigt, die auf ihrem USB-Stick in der Schule ein Computerspiel hatten und hier kann jeder machen was er will… unglaublich…:

Mit höchst widersprüchlichen Erklärungen versucht das Bundeskriminalamt (BKA) derzeit zu begründen, auf welcher Rechtsgrundlage es nach dem 11. September 2001 Hunderttausende Mitarbeiter-Daten von Firmen an sich zog und speicherte, ohne die Betroffenen zu informieren.

Dass es die Aktion auch bei der Telekom gab, hat das BKA erst vor wenigen Tagen zugegeben, nachdem die FR darüber berichtet hatte. Seitdem gibt das Amt viele gewundene Presseerklärungen heraus. Tenor: Wir beweisen messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Ein Fakten-Check:

Die Behauptung: Das BKA habe zu keinem Zeitpunkt Daten der Telekom erhalten, die in eine Rasterfahndung eingeflossen seien.

Die Fakten: Alle männlichen Mitarbeiter im Alter von 18 bis 40 Jahren bei der Telekom wurden gerastert. Auf Wunsch des BKA – in der Telekom. Ob auch Kundendaten gerastert wurden, weiß das BKA nicht und teilt mit: “Was die Deutsche Telekom AG im Einzelnen auf Basis unserer Anfrage veranlasst hat, ist hier nicht bekannt.”

Die Behauptung: Der Paragraph 7 des Bundeskriminalgesetzes (Terror-Abwehr) erlaube das Sammeln der Mitarbeiter-Daten.

Die Fakten: Für eine solch umfassende Übermittlung von Daten Unbeteiligter ohne konkreten Verdacht und konkrete Gefahr reicht dieses Gesetz nicht aus, entschied das Bundesverfassungsgericht 2006. Das sagt auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz in seinem 21. Bericht (Seite 65).

Die Behauptung: Die Daten seien “freiwillig” von Konzernen wie Bahn und Telekom gerastert und dann ans BKA geschickt worden. Read the rest of this entry ?

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T-Mobile: Flashmob in Liverpooler Bahnhof

Februar 1, 2009

Eben gerade auf dem blog der miss k. gefunden.

Telekom & T-Mobile machen im Gegensatz zu ihrer Personalpolitik mittlerweile richtig gute Werbung!

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Deutschland als gewerkschaftsfreie Zone?

Februar 1, 2009

Ich war letzte Woche als Gast in ner Vorlesung an der Saarbrücker Uni. Prof. Dr. Christian Scholz hatte hierzu Thomas Sattelberger (Personalvorstand Deutsche Telekom AG) eingeladen. Nicht nur, dass in dem Vortrag die Radikalität dieses Mannes zum Vorschein kam. Nein man konnte, als Mensch der sich mit dem Konzern Telekom intensiv auseinandergesetzt hat, sehen dass dieser Mann jede Menge Dinge predigt, die er in der Praxis gar nicht umsetzt.

Mich hat es gefreut, dass die Studenten von Prof. Scholz so kritisch mit Sattelberger ins Gespräch gingen. "Herr Sattelberger, wie können Sie es vertreten, dass Sie die Gehälter von 50.000.- Menschen absenken und gleichzeitig ihre Vorstandsgehälter dermaßen erhöhen? " – Und das hat in meinen Augen gar nichts mit einer Neiddebatte zu tun! Das hat was mit Anstand und Moral zu tun!

Besonders gut haben mir auch ein Student gefallen, der unter dem Personalabbauprogramm der Telekom aus dem Konzern gekegelt wurde und nun studiert.

Auf seinem Blog schreibt Prof. Scholz unter anderem über die Arbeit von Sattelberger (Telekom) und Fleig (Daimler Chrysler) und des DGBs.

Was haben der Arbeitsminister Müntefering und die Personalvorstände Sattelberger und Fleig gemeinsam? Nun, vielleicht werden diese drei Personen einmal in der Historie der deutschen Arbeitswelt als diejenigen eingehen, die dafür gesorgt haben, dass in Deutschland die Gewerkschaften dauerhaft in der absoluten Bedeutungslosigkeit versunken sind. Natürlich ist es noch nicht so weit und natürlich kann es vollkommen anders kommen – aber der Reiseführer durch die Arbeitswelt wäre unvollständig, würde er nicht zumindest auf die schwachen Signale eingehen.

Kaum war BenQ-Siemens vergessen, erlebten wir die elegante Form, in der sich DaimlerChrysler der ungeliebten Chrysler-Tochter entledigte. Und jetzt tritt die Deutsche Telekom auf den Plan und „verlagert" 50.000 Mitarbeiter.

Egal wie man es dreht und wendet: Die Marktradikalität hat sich durchgesetzt! Die Gewerkschaften konnten streiten und streiken wie sie wollten, am Ende hatte sich der Personalvorstand Thomas Sattelberger durchgesetzt und ver.di in die Bedeutungslosigkeit demontiert – nicht ganz so geräuschlos wie sein Kollege Günther Fleig bei DaimlerChrysler, aber immerhin. Read the rest of this entry ?

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Telekom hat Gewerkschafter ausspioniert

September 25, 2008

Nicht genug, dass man die eigenen Mitarbeiter, Manager und Presse ausspioniert. Jetzt wurde auch konkret bekannt, dass der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und Bundesfachbereichsleiter von ver.di Lothar Schröder ausspioniert werden. Mit Lothar Schröder also nicht nur der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende sondern auch der politisch verantwortliche in Sachen Arbeitskampf und einer der Verhandlungsführer bei Tarifrunden.

Hier wurde konkret mehrmals gegen das Grundgesetz verstoßen – mal sehen was dabei rauskommt…

Und noch immer ist die Spitzelaffäre der Deutschen Telekom nicht vollständig aufgedeckt: Neben Arbeitnehmervertretern der Telekom sind auch die Telefondaten von DGB-Chef Michael Sommer aufgezeichnet und ausgewertet worden.

Sommer selbst sagte der Financial Times Deutschland, dass Telekom-Chef Obermann ihn darüber informiert habe, dass seine Verbindungsdaten durchleuchtet worden seien. Die Deutsche Telekom bestätigte am Dienstag in Bonn, dass die Telefondaten von „mehreren Aufsichtsräten“ der Arbeitnehmerseite ausgewertet worden sind. Neben DGB-Chef Michael Sommer gehöre auch Lothar Schröder, Vizechef des Telekom-Aufsichtsrates, zu den Betroffenen. Schröder und Sommer hatten mit elf weiteren aktiven und ehemaligen Arbeitnehmervertretern aus dem Aufsichtsrat des Telekom-Konzerns Ende Mai Strafanzeige gestellt, um als Prozessbeteiligte Einblick in die Akten zu bekommen.

Quelle: taz

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Von wegen „nur“ jeder 2. Telekom-Standort wird geschlossen

August 21, 2008

Als wären die Nachrichten vom Wochenende nicht schlimm genug gewesen. Es drang an die Presse durch, dass „fast jeder zweite Standort“ geschlossen werden sollte. Seit wenigen Minuten stehen die Fakten fest:

Nur 24 Standorte bleiben von über 60 Standorten übrig.

Damit zeigt der Telekomvorstand, dass er nicht nur nicht wirtschaften kann, sondern wohl auch nicht rechnen… Damit bleibt nur fast jeder Dritte Standort erhalten. In der Region Südwest bleiben von 11 Standorten noch drei übrig… Insgesamt sind über 7.500 Beschäftigte betroffen. Mehrere Tausend fahren dann ab spätestens 2010 über 150km (einfach) zu ihrem Arbeitsplatz und wieder zurück – oder man ist gezwungen umzuziehn. Andernfalls scheint der Mitarbeiter gezwungen zu kündigen.

Herzlichen Glückwunsch!

Achja es hieß ein Standort wäre erst > 400 Mitarbeiter rentabel – warum schließt man dann Berlin & München? So ein Heuchlerischer Haufen.

Betroffen sind selbstverständlich auch die Auszubildenden – besonders die, die nächste Woche erst anfangen und noch drei Jahre Ausbildung vor sich haben. Dazu gehören insbesondere die Kaufleute für Dialogmarketing (KDM), deren Einsatzort laut Konzept nur in den betroffenen Konzerneinheiten vorsieht. Hier hat auch einer der neuen Auszubildenden am Standort Leer einen Azubiblog eröffnet.

Ich wünsche den Mitarbeitern, Betriebsräten und ver.di viel Erfolg, wenn es jetzt darum geht einzelne Standorte noch zu retten!

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50% der Standorte sollen geschlossen werden!

August 17, 2008

Die Deutsche Telekom will die Zahl ihrer Call-Center in Deutschland radikal dezimieren. Nach FOCUS-Informationen soll nahezu jedes zweite geschlossen werden.

Der Bonner Konzern will sein Konzept zur „Zusammenfassung von Standorten“ am Donnerstag bekannt geben. Telekom-Chef René Obermann ließ bereits die Bürgermeister in den betroffenen Städten informieren, in denen Hunderte Arbeitsplätze wegfallen.{…)

Nach Berechnungen des Bonner Telefon-Riesen lassen sich nur noch Call-Center mit 400 bis 900 Mitarbeitern wirtschaftlich betreiben.

Ein Sprecher erläuterte am Sonntag, das Unternehmen werde kleinere Standorte in größere, wettbewerbsfähige in Deutschland überführen. Bei der Umsetzung des Konzeptes werde jedem Mitarbeiter ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten. Zudem finde keine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland statt.

Quelle: focus

Was heißt denn bitte „gleichwertiger Arbeitsplatz“? Ist ein Arbeitsplatz, der vielleicht die gleiche Tätigkeit hat, jedoch 200km weiter weg ist wirklich gleichwertig?

Ein Betrieb ist dann rentabler, wenn sich die Beschäftigten wohl fühlen. Wohl fühlt sich bei der Telekom wohl niemand mehr. Seit der Privatisierung geht es beim Bonner Riesen (für die Mitarbeiter) nur noch Berg ab. in 13 Jahren 130.000 Arbeitsplätze abgebaut. Ein Konzern wie die Telekom kann nur durch guten Service am Markt punkten – Service entsteht aber nicht in dem ich in 13 Jahren fast 20x umstrukturiere.

Tausende Mütter und Teilzeitkräfte werden jetzt wohl freiwillig kündigen, da sie es sich nicht leisten können jeden Tag 400km zu fahren geschweige denn umzuziehen bzw. um 13 Uhr zu Hause sein müssen um den kleinen Kindern das Essen machen zu können. Mir sind Fälle bekannt, bei denen Mütter von behinderten Kindern jetzt kündigen müssen, weil sie sonst nicht rechtzeitig bei den Kindern sein können.

So spart man Abfindungen!!!

Herr Obermann, lesen Sie nur mal die Kommentare auf focus.de – weder Mitarbeiter noch Kunden stehen hinter Ihnen. Sie reihen sich ein in die Reihe der großen Versager vor Ihnen (Ron Sommer, Kai-Uwe Ricke)

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„Gewerkschaft“ CGPT hilft den Mindestlohn zu umgehen!

Juli 29, 2008

+++ Report Mainz-Video: hier +++

Wir leben in Zeiten, in denen Arbeitgeber nur dann bereit sind ihre Belegschaft an der Umsatz- & Produktivitätssteigerung teilhaben zu lassen, wenn Sie stark genug sind. Als Arbeitnehmer ist man niemals als einzelner stark, sondern nur dann, wenn man sich organisiert. Wo organisiert sich ein Arbeitnehmer? Richtig! In einer Gewerkschaft.

Nun gibt es in der Postbranche drei davon. Den Postverband (DPVKOM), die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die christliche Gewerkschaft Postservice & Telekommunikation (CGPT). Die DPVKOM nimmt wohl kein Nicht-Postler oder Nicht-Telekomiker wahr, selbst dort ist der Mitgliederanteil so gering, dass z. B. die Telekom gar nicht erst mit der DPVKOM Tarifverträge aushandelt. ver.di ist da wohl die beste Alternative, was man ja auch in den letzten Tarifauseinandersetzungen bei der Post, Telekom, öffentlichen Diensten, Handel etc. gesehen hat.

Was macht jedoch die CGPT? Sie umgeht einfach den Mindestlohn, in dem sie Tarifverträge unter den vereinbarten Mindestlöhnen abschließt, Urlaubsansprüche unterhalb der Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes abschließt und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auszuhebeln versucht.

Längst ist bekannt, dass die Mitgliedsgewerkschaften des Christlichen Gewerkschaftsbund sehr arbeitgebernah agieren und zu Lasten der Arbeitnehmer – daher eine absolute Frechheit, dass sich so ein Verbund von gekauften Arschlöchern sich noch Gewerkschaft nennen darf.

Report Mainz hat hierzu gerade im Dritten berichtet. Den Videobeitrag gibts hier.